Matchberichte
4. Liga: Fc Dussnang – Fc Bazenheid II 0:2
Zum Spiel: Sehr sympatischer Gegner - Guter Start – Chancen nicht verwertet – schlechte Leistung – Doppelschlag – 0:2 Niederlage.
Wie soll man einen solchen Matchbericht angehen? Mit schweizerischer Genauigkeit tadeln, es mit Humor nehmen oder einfach gar nicht erst schreiben? Fakt ist, Dussnang verliert gegen Bazenheid und weist nach 8 Spielen lediglich 11 Punkte auf. Dies sorgt für rote Köpfe in den Führungsetagen und lang anhaltenden Depressionen bei den Spielern. Schnell wird eine Teamsitzung einberufen, die Schuldigen gesucht – und gefunden. Viele „Schlüsselspieler“ sind verletzt – diese Ausrede gilt nicht mehr. In der 4. Liga können überragende Spieler zwar einzelne Matches entscheiden, doch der Schlüsselspieler ist das Team. Mag klingen wie eine abgewetzte Phrase aus einer verschundenen Fussballbibel, enthält aber trotzdem – wie jede Phrase eben – Wahrheit. Das Problem, so stellte man dann fest, sei die Einstellung der Spieler.
Die richtige Einstellung mitzubringen, ist natürlich Sache der Spieler. Einerseits ja – andererseits muss man sich auch Fragen, wo die Einstellung verloren ging. Dies muss nicht immer nur am Spieler selbst liegen – Training, Spiele uvm. sind da mitverantwortlich. Oder auch die Stimmung im Team. Da hat sich in letzter Zeit einiges verändert.
In den Trainings wird fast ausschliesslich einander kritisiert. Wer im Abschlussspiel einen Fehler macht, wird zusammengestaucht. Für mich stellt dies eine problematische Entwicklung dar. Wo bleibt unser Spass? Früher waren wir erfolgreich, obwohl wir uns Fehler zugestanden. Dussnang ist keine Profifussballmannschaft. Niemand spielt fehlerlos – das sollte endlich akzeptiert werden. Positive Motivation findet nicht statt, wenn der Fc Dussnang auf dem Feld steht.
Fakt ist: Wir können das besser. Vielleicht wollen wir einfach zu sehr besser sein. Lockerheit ist der (negativen) Verbissenheit und Verkrampfung gewichen. Das sieht man in jedem Spiel. Natürlich will damit nicht gesagt werden, jetzt einen auf larifari zu machen. Aber Fehler eines Mitspielers mit einem Lächeln wettzumachen statt Beleidigungen, das wäre doch mal wieder was. Die Mannschaft braucht neue, positive Impulse.
Das oben beschriebene stellt keine Auflistung dessen dar, was dazu führt, dass wir momentan (eigentlich immer noch nicht unterirdisch) Dritter sind. Es sind lediglich Dinge, die mir in letzter Zeit aufgefallen sind.
Es wird auch dazu geneigt, zu übertreiben. Momentan spielen wir nicht gerade erfolgreich, doch deswegen gleich den Teufel an die Wand zu malen, ist falsch. Wenn sich der Fc Dussnang endlich wieder auf seine Stärken – Zusammenhalt, Teamgeist, FREUDE AM FUSSBALL, Kampfbereitschaft – besinnt, wird, und da bin ich mir sicher, diese Saison versöhnlich zu Ende gehen. Dies ist wieder Einstellungssache – und da ist jeder Spieler und Trainer gezwungen, sich zu hinterfragen und sein Bestes zu geben. Aber machen wir die Situation nicht schlimmer, als sie ist.
Um das ganze mit der wohl meistgenannten Phrase abzuschliessen:
„11 Freunde müsst ihr sein.“
In unserem Fall gilt aber vielmehr:
„22 Freunde müssen wir sein.“
Hopp Dussnang!
Matchtelegramm:
Fc Dussnang – Fc Bazenheid 0:2 (0:0)
Tore: 67. Bazenheid, 70. Bazenheid
Fc Dussnang: Koller; Flück (37. Meile), Grätzer, Steinmann, Schnell; Leutenegger, Meier (58. Gamper), Kessler (54. Züllig), Jungblut; Moser, Brühwiler