Abschiedsspiel von Hürlimann
Am Samstag ist es soweit. Ein Ereignis, über das schon lange spekuliert wird, trifft ein. Einige betrachten es als überfällig, andere sehen in ihm immer noch den Retter des Regionalfussballs. Nicola Hürlimann wird ein letztes Mal im Aktivfussball seine Schuhe schnüren. Im zarten Alter von 32 Jahren wird ihm bewusst, dass es im Leben noch mehr gibt als den Fussball (oder auch nicht). Um den grossen Aufruhr, den diese Meldung hervorrief, zu verstehen, muss ein kleiner Rückblick auf seine Karriere gewagt werden.

Bereits im Jugendlichen Alter erkannte man das
grosse Talent von "Hü". Man wusste nur nicht, für was das Talent gut
war. Etwas später wurde in Dussnanger Kreisen festgestellt, dass er auch
im Fussballsport nicht unbegabt ist. In den folgenden 17 Jahren (die er
trotz massenhaft Angeboten von renommierten Südafrikanischen Klubs beim
FCD verbrachte) entwickelte er sich zu einer prägenden Figur des
Hinterthurgauer Fussballs. Am bekanntesten ist und bleibt Hü aber in
Schiedsrichterkreisen und bei den Gästefans (Immer dä Füfzehner!!! Jedes
Johr s gliich!!!).
Anfangs noch als Torgarant aufgestellt, führten
überragende Zweikampfstärke und Übersicht aber auch fehlende Kondition
dazu, dass die Nr. 15 des FCD mit fortlaufender Zeit immer weiter hinten
auf dem Spielfeld anzutreffen war (wieso hat Ronaldo diese Option nie
gezogen?). In Zukunft weilt er neben der Seitenlinie, nicht als
Zuschauer, sondern als Assistenzcoach.

Am Samstag ist es also
soweit. Um 18.00 Uhr läuft Hürlimann ein (voraussichtlich) letztes Mal
auf. Dazu wird er mit Andreas Mettler im Sturm auflaufen. Sie sind die
zwei "Dicksten Freunde" innerhalb der Mannschaft. Der FCD hofft, dass
das ganze Dorf zusammenkommt, um dem Altmeister die letzte Ehre zu
erweisen. Es wird empfohlen, frühzeitig zu erschienen, da die Plätze nur
begrenzt sind und ein hoher Zuschauerauflauf (oder Kartoffel?) erwartet
wird, da sämtliche OFV-Schiedsrichter diesen Tag nicht verpassen
wollen.
Hoffen wir, dass Hü länger als Ronaldo (15min) durchhalten wird und noch die eine oder andere brillante Offensivaktion zeigt.
Denn: Alter schützt vor Tor(geil)heit nicht.


